Der 1. Muharrem, ist der erste Jahrestag der Muslime!

DEUTSCH

07-06-2013

بِسْمِ اللَّهِ الرَّحْمَنِ الرَّحِيمِ

 

Der 1. Muharrem,

ist der erste Jahrestag der Muslime!

 

Hedschra (Auswanderung) bedeutet, die Auswanderung unseres Propheten Muhammed (Friede sei auf Ihm!) von der ehrenreichen Stadt Mekka, zum erleuchteten Medina. Diese Auswanderung ist ein historischer Wendepunkt. Es war der Schritt für die Ergründung eines islamischen Staates.

Diese Auswanderung ist wahrlich ein großes Ereignis für das Weltgschehen und ein Markstein, der Anfang einer neuen, erleuchteten Ära gewesen. Gleichzeitig ist sie der Anfang der islamischen Zeitrechnung.

Es verfügt ebenfalls über weittragende religiöse, politische, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Auswirkungen.

Durch diese Auswanderung entstanden den Muslimen weitreichende religiöse Freiheiten und Personen- und Vermögenssicherheiten. Die Rechte des Menschen für das Existenzminimum, wurden durch diese historische Ausreise erreicht.

Durch die Hedschra wurde die Unterdrückung und Grausamkeiten einen Riegel vorgeschoben, Ungerechtigkeiten jeglicher Art und das Morden verboten und den Wurzeln des Polytheismus und des Götzendienstes, unpassierbare Schranken auferlegt.

Es war ein Anfang, um die Errettung der Muslime von  Folterung, Beleidigung und Belästigung zu erwirken.

 

Warum mussten der Prophet und seine Anhänger auswandern?

Warum ließen sie ihre Häuser, ihr Vermögen, ihre Familien und alles,  was sie an Wertgegenständen besaßen zurück, um in ein fremdes Land auszuwandern? Ein Dach über den Kopf hatten sie, an Arbeit hat es ihnen auch nicht gemangelt und es waren viele Reiche unter ihnen! Woran kann es wohl dann gelegen haben? Habt ihr euch jemals darüber Gedanken gemacht?

Der Grund für die Auswanderung lag darin, dass sie nach der Freiheit trachteten. Sie wollten die  Glaubensfreiheit, die Meinungsfreiheit und die Freiheit, ihre religiöse Glaubensüberzeugung zu praktizieren und andere Menschen daran teilhaben lassen.

Die Ungläubigen von Mekka wollten sie dagegen in Verbotsschranken erwürgen. Die Mekkaner terrorisierten die Muslime und griffen ihr heiligstes Vermögen an; Ihre Religion und ihre Glaubensüberzeugung! Die Muslime betrachten aber ihre Religion und ihren Glauben wertvoller, als alles andere auf der Welt. Sie entschlossen sich daher, eingangs nach Abessinien und danach nach Medina auszuwandern. Sie nahmen es in Kauf, in andere Länder auszureisen, als auf die Kompromisse der Götzendiener einzugehen.

Die Offenbarung der islamischen Religion kam gerade deswegen, das Vermögensrecht, das Freiheitsrecht und die Ehre der Menschheit zu schützen. Das ganze setzt aber eines voraus: Die Religion muss im  Privaten sowie im Sozialen etwas zu sagen haben! Dieses ist nur möglich, wenn der Islam zum Staat und der Koran zur Verfassung wird.

Nun sind die hauptsächlichen Pflichten von denjenigen, die behaupten, sie seien ebenfalls muslimische Glaubensbestreiter, wie folgt zu verzeichnen:

?Die Religion und die Prinzipien dieser Religion zu schützen. Alle Möglichkeiten und Kräfte zu mobilisieren, damit die Religion -über das Leben- die absolute Herrschaft bekommt.?

Die Auswanderung selbst ist niemals eine einfache Flucht vor Folter und Belästigung gewesen! Im Gegenteil, sie bedeutet nur einen Wandel des Leidens, bis der endgültige Triumph und die Befreiung eintreten.

Auf die Fragestellung: ?Wie hat sich ein Muslim auf ein Verbot und die Begrenzung seiner Religion zu verhalten?? (Wenn er an dem Aufenthaltsort keine Möglichkeit mehr sieht, nach den Pflichten des Islam,  wie das Gebet, das Fasten, dem Gebetsruf und der Pilgerfahrt nachzukommen, oder einen islamischen Staat zu erstreben!)

Die einheitliche Antwort lautet: Von dem Ort sollte er eilend auswandern und sich ein anderes Bleibe aufsuchen. Dieser Schritt ist den Muslimen -durch die Religion- kanonisch vorgeschrieben.

Genauso wie die Muslime von damals (ca. 1400 Jahre), wegen ihrer Glaubensüberzeugung in Mekka gefoltert und unterdrückt wurden, ist heutzutage die Lage in vielen der islamischen Ländern, wo totalitäre Regime an der Macht sind, nicht anders. Die Muslime werden in Anbetracht ihrer religiösen Lebenspraktiken und ihrer Glaubensüberzeugung, von den Obigen unterdrückt und gefoltert. Sie werden gezwungen der Götzenverehrung entsprechend ihr Leben zu gestalten. Ansonsten erwarten sie Grausamkeiten und Folter jeglicher Art.

 

Abschaffung des islamischen Kalenders:

M. Kemal und seine Getreuen in der Türkei, haben durch die Einführung des laizistischen Regimes im Jahre 1924 erreicht:

Ab diesem Zeitraum, ließen sie das Rad des Staates zu Gunsten des Unglaubens drehen und allen islamischen Riten und Einrichtungen, einen entgegengesetzten Lauf geben. Eine von diesen Einrichtungen ist der Kalender und das Neujahr!

Im Islam richtet sich der Kalender nach der Hedschra (Auswanderung des Propheten von Mekka nach Medina) und nimmt das Mondjahr als Basis. Dieses Ereignis wird als Beginn und die Stunde ?Null? der Zeitrechnung angenommen. Das Neujahr ist dann nach diesem islamischen Ereignis immer am 1. Muharrem!

Nach dem totalitären Regime in der Türkei, gilt der christliche Kalender, und das Neujahr beginnt nach der christlichen Zeitrechnung. Dieser nimmt die Geburt Jesu als Ausgangspunkt und das Sonnenjahr als Basis.

Vom Islam wird die Auswanderung des Propheten von Mekka nach Medina als Beginn der islamischen Zeitrechnung anerkannt. Diesen Kalender pflegte man in der ganzen islamischen Welt, bis noch vor 80 Jahren zu benutzen. Es wird auch ?Der islamische Kalender? genannt und ist der Kalender aller Muslime, in der ganzen Welt. Das Neujahr beginnt am 1. Muharrem. Gleichzeitig ist dieser Tag der Beginn eines neuen Jahres für alle Muslime. Sie haben alle ihre weltlichen und jenseitigen Angelegen-heiten, diesem Kalender entsprechend zu erledigen.

Der erhabene Koran erläutert diese Begebenheit:

?Siehe, die Anzahl der Monate bei Allah sind zwölf Monate, in dem Buche Allahs, an dem Tage, da er die Himmel und die Erde erschuf. Von ihnen sind vier heilig. Das ist der wahrhafte Glaube. Drum versündigt euch nicht in ihnen und bekämpfet die Götzendiener insgesamt, wie sie euch; und wisset, dass Allah mit den Gottesfürchtigen ist. Siehe, das Verschieben (des Monats Muharrem auf den Monat Sefer) ist eine Mehrung des Unglaubens. Die Ungläubigen sind hierdurch irregeführt. Sie erlauben es in einem Jahr und verwehren es in einem anderen Jahr, damit sie die Anzahl der von Allah geheiligten (Monate) ausgleichen und so erlauben, was Allah verwehrt hat. Ausgeputzt ist ihnen das Böse ihres Tuns; aber Allah leitet nicht die Ungläubigen.? (9. Sure ?At-Tauba?, Verse 36-37)

Nun wollen wir die Verse eins nach dem anderen analysieren:

1. Die Anzahl der Monate, aus dem ein Jahr besteht, sind zwölf.

2. Diese Rechnung hängt mit dem Universum sehr eng zusammen. Also entspricht sie der Schöpfung der Himmel und auf Erden, und ist unveränderlich. Sie ist ein festes Naturgesetz.

3. Vier von den zwölf Monaten sind heilig. Diese sind der Reihe nach: Muharrem. Receb, Zilkaide und Zilhicce. Damals war es verboten, während dieser Monate Kriege zu führen. In diesen Monaten war man sicher von kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Sicherheit war sowohl auf das Vermögen als auch auf das Leben garantiert. Später wurde dieses Verbot aufgehoben.

4. Was haben die Araber vor der Aufhebung dieses Verbots getan? Sie hegten die Monate nach ihrem Belieben zu vertauschen, um sich somit gegen die Gesetze Allahs aufzulehnen. Daraufhin kam der 37. Vers, welcher jegliche Verände-rungsversuche an den Gesetzen Allahs verboten hat. Die Berechtigung, die Gesetze zu ändern, d. h. zu gebieten und zu verbieten und Gesetze jeglicher Art zu geben, wurde nur der Religion zugeteilt. Als die Mehrung des Unglaubens wurde es bezeichnet, wenn irgendein Mensch, egal welches Amt er bekleiden und welche Stellung er innehaben mag, ohne Erlaubnis Allahs in den gesetzlichen Angelegen-heiten Veränderungen vorzunehmen versucht, oder wenn er sogar den Mut dazu erbringt, nach seinem Gutdünken Gesetze zu erlassen. Diese Verse definieren dadurch endgültig einen der Glaubens-grundsätze. Nämlich wird durch diesen Vers eindeutig darauf hingewiesen, dass die Ermächtigung, festzulegen, was verboten und was erlaubt ist, nur Allah, Dem Allmächtigen, bedingungslos zusteht. Diese Berechtigung wird mit der selbstverständlichen Ermächtigung Allahs in Zusammenhang gebracht, welche Er am Tage Seiner Schöpfung der Himmel und der Erde im ganzen Universum seit Ewigkeit besaß.

Was die Gesetze anbelangt, die Allah, Der Erhabene, für die Menschen erlassen hat:

Diese Gesetze bilden nur einen Teil und ein Bereich der allgemeinen Gesetze, welche Er für das ganze Universum auferlegt hat. Infolgedessen wäre es ein Fehlverhalten, gegenüber der Grundlage und der Natur, dem Sinn und der Struktur dieses universellen Daseins, sich vom Islam und von den islamischen Religionsgesetzen abzuwenden. Geschweige denn sich anzumaßen, anstatt solcher bestehenden Gesetze, andere Gesetze einzuführen. Und das ist eine Anmaßung im Unglauben.

5. Aus diesem Grunde verkündet unser Herr. Der Erhabene wie folgt: ?Das ist die wahre Religion!? Also ist die richtige Ordnung und feste Verfassung sind gerade diejenige Ordnung und diejenigen Gesetze, welche durch den Islam verkündet wurden, also die Gesetze Allahs.

Infolgedessen wäre es eine Auflehnung gegen die Schöpfung, die Lebensordnung, den Staat und die staatlichen Einrichtungen sowie die Gesetze nicht von der Religion zu übernehmen, sondern von anderen Quellen. Das ist eine solche Sünde, welche den Menschen in vielen Fällen zum Unglauben führt. Deswegen sind wir als Muslime gehalten, die Ordnung und die Verfassung, Gesetze und Rechtsbestimmungen unserer gesamten Worte, Taten und Handlungen vom Islam und von seinen Religionsgesetzen zu übernehmen und das ist eine Glaubenssache, ein Erfordernis des Glaubens. Es wäre nun überhaupt nicht möglich, dass ein Gläubiger darüber anders denken und die Gesetze, welche durch die Menschen erdichtet wurden, den Gesetzen Allahs vorziehen würde. Denn so etwas ist sowieso unvorstellbar!

Dabei sollte unser Kalender, welcher eine Zeitrechnung bedeutet, dem Sinn und dem Inhalt des Islam völlig entsprechen. Wie folgt lautet die ungefähre Bedeutung des 189. Verses der Sure Baqara:

?Sie werden dich nach den Neumonden befragen. Sprich: ?Sie sind Zeitbestimmungen für die Menschen und die Pilgerfahrt!?

Wie man ebenfalls in diesem Vers sieht, hängen die Zeiten der Gottesverehrungen wie die Pilgerfahrt und der täglichen Angelegenheiten mit Mond im Himmel und dem Jahr zusammen, welches diese Monde bestimmen. Also sind die Zeiten der mit dem Jahr zusammenhängenden Gottesverehrungen und von deren Angelegenheiten, nach den Mondmonaten, d. h. dem islamischen Kalender, welcher die Auswanderung des Propheten Muhammed (Friede und Segen Allahs auf Ihm!) zu seinem Anfang nimmt.

Seit fast 80 Jahren wurden die schönen Gesetze, Sitten und Bräuche des Islam von der Staatsverwaltung und von allen staatlichen Einrichtungen -angefangen in der Türkei, dann auf der ganzen islamischen Welt- aufgehoben. In vielen wurden die Feiertage von Freitagen auf Sonntage verschoben, an die Stelle des islamischen Kalenders kam der christliche Kalender, welcher mit den Muslimen nicht im Geringsten zu tun hat. Dadurch wurden die Sitten und Bräuche unserer heiligen Religion vernachlässigt, vergessen und verlassen. Infolgedessen wurden den Muslimen erschwert, ihre Gottesverehrungen zu verrichten genauso wie denen auferlegt wurde, ihre täglichen Angelegenheiten, den nichtislamischen Zeitbestimmungen entsprechend zu erledigen.

Die Muslime, welche bezwecken, die gesamten Institutionen der islamischen Länder zu islamisieren, haben bereits die Sache des Kalenders zum Vollzug gebracht, welcher mit der Zeitbestimmung, den Gottesverehrungen und täglichen Angelegenheiten im engsten Sinne zusammenhängen. In Deutschland bringen Muslime seit 1984 den islamischen Kalender ?Hedschra-Kalender? heraus.

 

Diðer Yazýlarý