DER ISLAM von IMAM CEMALEDDİN HOCAOĞLU (KAPLAN)

DEUTSCH

07-06-2013

EINFÜHRUNG


Alles Lob und aller Preis gebührt Dem Allmächtigen und Anbetungswürdigen Allah, Dem Herrn des Universums und der Welten, Der durch Sein ewiges Wissen Allwissend ist und alles durch Seinen freien Willen bestimmt,

Dem Allhörenden, Der die Himmel durch leuchtende Wesen wie die Sonne und den Mond geschmückt und die Erde durch leblose und lebende Wesen ausgestattet, dem Menschensohn unendliche Gaben beschert hat!

Friede sei auf dem Herrn des Universums Muhammed, dem letzten aller Propheten, dem Licht unserer Augen, unserem Herrscher und all denjenigen Nachkommen und Gefährten, welche seinen Weg verfolgt haben!


In unseren vorherigen Gesprächen (Die vorherigen Gespräche des Verfassers wurden in seinem Werk ?Der Glaube? gesammelt!) hatten wir über den Zweck und Sinn unseres Lebens auf dieser Welt gesprochen,

wobei wir unterstrichen haben, was für eine wichtige Rolle unser Leben spielt und dass die Schöpfung nur einen einzigen Sinn hat, und zwar Allah zu dienen und dass ein Mensch ein menschenwürdiges Leben führen kann, nur wenn er Allah dient.

Nun wiederholen wir noch einmal: Allah sei Dank! Wir kamen als Menschen auf diese Welt. Das ist die Gnade Allahs. Die Hauptsache ist jedoch, dass man ein menschenwürdiges Leben führt, wie ein Mensch stirbt und als ein Mensch vor

Allah wiedererscheint. Um ein menschenwürdiges Leben führen zu können, müssen wir den Bestimmungen des Islams entsprechend leben. Deswegen sollten wir den Islam sehr gut kennen, unsere Kenntnisse in die Tat umsetzen und den anderen jederzeit und überall ein gutes Vorbild sein.

 

 

Was ist der Islam?

Liebe Kinder!
Das Wort ?Islam? ist der Name der einzig wahren Religion. Die wahre Religion jedoch besteht ausschließlich aus den Gesetzen Allahs. Diese Gesetze haben ihren Anfang seit dem Propheten Muhammed wie manche es glauben. Die Geschichte der wahren Religion geht bis in die ersten Zeiten zurück.
Sie ist sogar so alt wie die Geschichte der Menschheit. Diese Religion, also der Islam, begann mit unserem Vater Adem (Adam).
Unser Vater Adem ist der erste Mensch und der erste Prophet zugleich. Alle Propheten nach unserem Vater Adem verkündeten, lehrten und verbreiteten nur diese Religion. So ging es weiter bis zu unserem Propheten Muhammed, den letzten aller Propheten, der diese wahre Religion, welche bereits vergessen wurde und verloren ging, entsprechend den von Allah erteilten Anweisungen vervollständigte und gelehrt hat.

 

Die Geschichte der Religion:
?Die Religion ist ein solches Gesetz, welches von Allah gegeben wurde und den Menschensohn zur Erlösung und zum Aufschwung verhilft.?

Also wenn der Mensch freiwillig dieses Gesetz befolgt, vom ganzen Herzen daran glaubt und verrichtet, was sie verschreibt, und vermeidet, was sie verbietet, so führt diese Religion ihn sowohl im Diesseits als auch im Jenseits wie auch im Grabesleben, welches zwischen den beiden liegt, zur Glückseligkeit.

Spricht man von der Religion, so denkt man sofort an unsere Religion, d. h. ?den Islam?. Jeder, der an unsere Religion glaubt, welche die erhabenste aller Religionen ist, hat ein befriedigtes und genügsames Herz. Er ist zufrieden und furchtlos. Er verrichtet gute Taten, erwartet gute Belohnung. Seine Rechnung geht gut auf und begeht keine Sünde. Er kennt keinen Kummer. Niemals grämt er sich. Er hat keine Furcht vor der Zukunft. Er hat keine Sehnsucht nach der Vergangenheit. Kurzum ist sein Leben mit ihm und er selbst mit seinem Leben zufrieden.

Die Religion besteht aus vier Teilen:

1- Der Teil über die Glaubensüberzeugung, welcher die Glaubensangelegenheiten behandelt. (Siehe auch: ?Religiöse Gespräche mit Kindern!?)

2- Der Teil über die Gottesverehrungen (behandelt die fünf Grundsäulen des Islam).

3- Der Teil über die Verwaltung (behandelt die Verhaltensweisen der Menschen untereinander, d. h. zivilrechtliche Angelegenheit).

4- Der Teil über die strafrechtlichen Angelegenheiten (behandelt die Strafen, welche denjenigen verhängt werden, die gegen das Recht verstoßen haben, um sie zur Rechenschaft zu ziehen).

In unserem ersten Buch hatten wir den Teil über die Glaubensüberzeugung behandelt, und die sechs Bedingungen des Glaubens erzählt.

In dem vorliegenden Buch werden wir nun über den zweiten Teil der Religion, d. h. über die Gottesverehrungen sprechen. Dieser Teil wird besonders als ?der Islam?, als ?die fünf Grundsäulen des Islam? bezeichnet.

 

Vorerst wollen wir den Islam definieren:

Der Islam bedeutet, sich den Geboten und Verboten zu unterwerfen, welche der Prophet Muhammed(Allahs Friede und Segen auf Ihm!) von Allah bekommen hat, sie zu akzeptieren und sich völlig Allah hinzugeben.

 

Die Bedingungen des Islam:

Der Islam basiert auf fünf Grundpfeilern:

1- Die Zeugnisformel auszusprechen,

2- Täglich fünfmal zu beten,

3- Die Almosensteuer zu entrichten,

4- Im Monat Ramadan zu fasten,

5- Die Wallfahrt nach Kaaba zu unternehmen.

Liebe Kinder!
Es ist den Gläubigen vorgeschrieben, diese Pflichten zu erfüllen. Diejenigen, welche dies unterlassen, begehen große Sünde. Solche, die sie nicht akzeptieren - Allah bewahre uns davor- fallen vom Glauben ab und werden ungläubig. Denn jede von diesen Bedingungen ist eine religiöse kanonische Vorschrift. Sie sind absolute Gebote Allahs. Dass sie kanonische Vorschriften sind, wird durch Koranverse und Überlieferungen vom Propheten festgelegt.

Kommen sie an die Reihe, so werden wir sie behandeln.

Unser lieber Prophet sagt in einer seiner Überlieferungen:

?Der Islam wird auf folgenden fünf Säulen aufgebaut: Zu bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammed Diener und Gesandter Allahs ist, das Gebet zu verrichten, die Almosensteuer zu entrichten, im Ramadan zu fasten, wenn die Umstände es erlauben, nach der Kaaba eine Wallfahrt zu machen.?

Manche der fünf Grundsäulen des Islam gehören zu solchen Gottesverehrungen, welche täglich verrichtet, manch andere aber zu denjenigen, die einmal im Jahr und die übrigen zu solchen, welche einmal im Leben verrichtet werden sollten. Das Gebet gehört zu täglichen, die Abgabe der Almosensteuer und das Fasten zu jährlichen Gottesverehrungen und die Wallfahrt ist eine solche Gottesverehrung, die im ganzen Leben einmal verrichtet zu werden braucht. Selbstverständlich ist es eine fromme Tat, die Zeugnisformel öfter auszusprechen.
Der Islam ist keine Religion, deren Anwendung einem schwer fallen würde und beachtet niemals, was die Ahnungslosen, die Schlechtmeinenden und die Feinde des Islam zu sagen pflegen.
Entweder haben diese vom Islam keine Ahnung oder sie wollen darüber nichts wissen. Unsere Religion ist eine sehr leicht zu praktizierende Religion. Den Islam können wir mühelos praktizieren. Die Gebote unserer Religion können wir sehr leicht befolgen.

Was für Pflichten bürdet uns unsere Religion auf? Nur elf Sachen, nicht wahr? Nicht einmal zwölf! Die sechs von elf Sachen sind die Glaubensbedingungen und die fünf bilden die Grundpfeiler des Islam.
Um die sechs Bedingungen des Glaubens einhalten zu können, braucht man weder Geld noch etwas ähnliches.

Man braucht auch nicht sich hin- und herzubewegen. Es bedarf auch keiner Zustandsänderung, wenn man sich vorher im Sitzen oder in einer ganz anderen Lage befindet.
Was braucht man denn sonst? Nur zu glauben, zu akzeptieren und zu bekennen, wenn ein Mensch an diese sechs Sachen auf diese Weise glaubt, so hat er bereits die sechs von elf Sachen in Erfüllung gebracht.

Was die fünf Grundpfeiler des Islam betrifft, sind sie auch ohne Schwierigkeit zu verrichten. Nämlich:

Die Wallfahrt:

Die Pilgerfahrt nach Kaaba in Mekka wird einmal im Leben unternommen. Wem ist sie eine Pflicht? Nur den Reichen, die Armen brauchen nicht. Sie sind von dieser Pflicht befreit. Ansonsten ist die Sache ein freudiges Ereignis!

Diğer Yazıları